Liebe - Mira van Bergen

DRAMA IST NICHT LIEBE

Seelenpartnerverbindungen lehren uns unter anderem, dass Drama (Leid und auch Leiden-Schaft) nicht Liebe ist. Dieser Hang zum Drama wird oft mit Liebe verwechselt. Ich selbst habe lange Liebe mit Drama verwechselt.

Das, was viele von uns verinnerlicht haben in ihrer Kindheit, ist „Wenn es weh tut, ist es Liebe“. Das fühlt sich vertraut und auf sonderbare Weise „richtig“ an. „Ich muss kämpfen, mein Bestes geben, nicht aufgeben, mich bemühen, mich nötigenfalls verstellen und verbiegen, nicht aufbegehren oder eigene Wünsche äußern, alles hinnehmen und recht machen, um geliebt zu werden“.

Und je schwieriger eine Beziehung (bzw. ein Partner) ist, desto intensiver fühlt es sch komischerweise nach Liebe an, weil wir Liebe unbewusst mit Drama und Leid gleichsetzen. Je schwieriger eine Beziehung, desto verzweifelter bemühen wir uns, um zu beweisen, dass wir es vielleicht ja doch wert sind, geliebt zu werden – etwas, was uns als Kind nicht „gelungen“ ist.

Liebe ist ein warmes, ruhiges, sicheres Gefühl, kein dramatisches, leidenschaftliches, aufregendes, gar angstmachendes. Es kann natürlich leidenschaftlich beginnen, aber das ist noch keine Liebe, sondern Verliebtheit – ein Mix aus Hormonen und Verlustangst. Daraus kann durchaus Liebe entstehen (muss aber nicht).
Liebe macht keine Angst und keinen Stress.
Sie ist wohlwollend, ruhig und voller Wärme.
Sie fühlt sich gut und sicher an.

(gelesen bei: Mona Dellwo, März 2016)

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