Erzengel Teil 3 - Mira van BergenWas man über Erzengel wissen möchte?

Was kann ich mir unter einer Urkraft, unter den göttlichen Strahlen, vorstellen?

Ihr Wesen ist – wie das Göttliche generell – für uns mit dem Verstand nur ansatzweise erfassbar.
Wir dürfen hier zunächst nicht in Form einer klassischen Hierarchie denken.

Einordung der Erzengel 

Am ehesten können wir eine Parallele zu den stofflichen Grundelementen Feuer, Wasser, Erde und Luft ziehen: Sie sind die Grundprinzipien der materiellen Welt. Sie beschreiben die möglichen Zustände von Materie: Energie (Feuer), flüssig (Wasser), fest (Erde), gasförmig (Luft).
Zugleich sind sie als Elemente Grundlage des Lebens:
Wir brauchen Licht (Feuer, Sonne), Wasser (Unser Körper besteht aus was, Wasser fließt, bringt Nährstoffe und reinigt), Nahrung (Erde) und Sauerstoff (unser „Brennstoff“, Luft).

Die vier Elemente formen unsere Umwelt, wie wir sie kennen. Das unterschiedliche Verhältnis der Mischung ihrer grundlegenden Eigenschaften und ihre Auswirkung auf einzelne Stoffe, sei es Eisen, Wasser, Stoff, Plastik, also das Wechselspiel der verschiedenen Kräfte, erschafft die materielle Schöpfung.

Auf der feinstofflichen, energetischen Ebene, auf der Schöpferebene geschieht das gleiche mit den zwölf Urkräften.
Sie entspringen der Urquelle, dem Schöpfer, dem Licht, Gott – wie immer Du die Quelle allen Seins nennst.
Sie kommen aus dem Einen und bilden zwölf Grundelemente der Schöpfung. Sie verkörpern die verschiedenen Prinzipien der Liebe, der Kraft und des Wesens Gottes. Oder sagen wir: Die möglichen Zustände der Kräfte Gottes. Angefangen von Yin und Yang (Polaritäten) bis zu diversen Aspekten der Liebe (heilende, transformierende, schützende, trennende und zusammenfügende Kräfte etc.).

Aus dem Wechselspiel dieser Prinzipien und Kräfte bildet sich das Universum und damit auch die materielle Welt

Stell es Dir vor, wie das Mischen von zwölf verschiedenen Farben zu stets neuen, feinen und feinsten Nuancen und Variationen.
So sind es hier zwölf Grundenergien, die miteinander und aufeinander wirken, sich miteinander mischen und dennoch voneinander abgegrenzt sind.

Engel und ihr Geschlecht

Dieses stetige Mischen und Erschaffen von neuen Variationen der Schöpfung folgt sowohl den physischen Gesetzen von Schwerkraft, Anziehung und Abstoßung, wie auch den geistigen Prinzipien der Liebe, der Harmonie, der göttlichen Weisung, Gesetz der Resonanz usw.
Eine wichtige Feststellung ist die: Wir sprechen zwar – der Natur unserer Sprache entsprechend – von „der Erzengel, dem Erzengel“ als männliches Wesen. Doch es ist offensichtlich, dass diese Urkräfte sowohl Yin wie auch Yang sind, also kein Geschlecht besitzen.
Viele haben aus der Tatsache, dass die Engel an sich geschlechtslos sind, den Schluss gezogen, sie müssten völlig in der großen Einheit mit Gott, der Quelle sein. Dies ist allerdings nicht sehr logisch.
Da sie bereits aus der Quelle entstammen, also selbst bereits Teil der Schöpfung sind, sind sie bereits dual. Sie tragen in sich bereits beide Polaritäten des Universums – Plus, Minus, Yin, Yang, Abgebend und Aufnehmend, hart, weich usw.

Wir Menschen haben ebenso beide Anteile in uns, von denen wir allerdings einen besonders ausleben und daher Mann oder Frau sind

Erzengel sind also selbst bereits in gewisser Form duale Wesen.
Energien bewegen sich stets zwischen zwei Polen! Die Schöpfung, alles was ist, kann sich nur zwischen den Polen Yin und Yang entfallten wie ein Magnetfeld zwischen Plus und Minuspol. Ohne Pole kein Energiefeld, damit keine Bewegung der Energie und somit auch keine Schöpfung.
Nach den Gesetzen der Schöpfung, wie sie in den verschiedenen spirituellen Traditonen und Schulen gelehrt werden, ist jedwede Energie- und Existenzform unterhalb der göttlichen Quelle dual, polar, da eben ausserhalb der „Einen Quelle“ stehend.

Wie oben so unten . . .

„Wie oben so unten“ heißt der passende Satz dazu: Auf allen Ebenen der Schöpfung folgt diese denselben Gesetzen, man kann nicht trennen in physikalische Gesetze und andere, die nur für die höheren Ebenen gelten:

quelle: www.atlantis-akademie.de